Something pure to burn the darkness background
"Before I Fall" - Lauren Oliver

Hallo ihr Lieben,
heute gibt es endlich mal wieder eine Rezension von mir und zwar zu "Before I Fall" von Lauren Oliver. 
 
xx In “Before I fall” lernen wir ein populäres Mädchen namens Samantha Kingston kennen. Sam denkt viel darüber nach, was sie die letzten 17 Jahre so getan hat, während sie ihren letzten Tag, den 12. Februar immer wieder und wieder erlebt. Insgesamt erhält Samantha sieben Chancen ihren letzten Tag erneut zu erleben, um herauszufinden, was schief gegangen ist und zu ihrem Tod geführt hat. 7 Tage um ihr Leben zu retten…

Wenn wir Samantha das erste Mal treffen, gibt es nicht wirklich etwas, das besonders am ihr ist. Sie ist zwar sehr beliebt, aber wenn man von ihrem gehobenen sozialen Status mal absieht, ist sie eigentlich ein durchschnittlicher Teenager. Ihre größte Sorge am Morgen des 12 Februars ist es, ihre Unschuld zu verlieren, was sie an diesem Tag mit ihrem Freund Rob geplant hat. Abgesehen davon denkt sie darüber nach, wie viele Rosen sie wohl am Ende des Valentinstages haben wird und ob sie gut genug aussieht, wenn man bedenkt, dass sie schlecht geschlafen und keine Zeit mehr eine Dusche zu nehmen hat.

Im Verlauf des Tages schummelt Sam bei einem Test, flirted ungeniert mit ihrem Calculus Lehrer, schwänzt eine Stunde, betrinkt sich und behandelt ihre Klassenkameraden wie Müll, Sam und ihre Freunde sind besonders grausam gegenüber einem Mädchen, alles in allem ist es jedoch ein normaler Schultag für sie.

Ich mochte Samantha Kingston zu Beginn dieser Geschichte absolut nicht. Sie ist ein schrecklich selbstbezogener Teenager. Was jedoch noch schlimmer ist als so hoch von sich selbst und ihren Freunden zu denken ist folgendes:

"I'm not going to lie, though. It's nice that everything's easy for us. It's a good feeling knowing you can basically do whatever you want and there won't be any consequences."

"If high school were a game of poker, Lindsey, Ally, Elody and I would be holding 80 percent of the cards."

Nachdem Sam uns ihren Tag erzählt hat, wo sie nicht gerade den besten Eindruck beim Leser hinterlässt, erzählt sie uns, wie sie gestorben ist und sagt dann:

"Before you start pointing fingers, let me ask you: is what I did really so bad? So bad I deserved to die? So bad I deserved to die like that? Is what I did really so much worse then what anybody else does? Is it really so much worse then what you do? Think about it."

Ich muss leider zugeben, dass ich zumindest in der Unterstufe im Gymnasium teilsweise auch solche Klassenkameraden hatte und ich habe sie gehasst. Gefürchtet aber auch gehasst. Wer will eine Geschichte lesen über einen Haufen Teenager, die sich schlecht benehmen und ihre Mitmenschen verletzten? Niemand. Ich habe sogar ernsthaft überlegt das Buch an dieser Stelle abzubrechen. Aber ich wollte unbedingt wissen, wie es weiterging, also las ich weiter.

Als Sam den 12. Februar immer wieder von Neuem durchlebt, sehen wir, dass sie über sich hinauswächst und sich verändert. Allerdings war ihr erster Versuch so halbherzig, dass man sich fragt, ob sie dies wirklich ernsthaft versucht. Und als Leser war ich ernsthaft ein bisschen frustriert mit Sam. Ich hätte es lieber gesehen, dass sie sich gleich verändert hätte, aber das hat sie nicht getan, bis mir dann wieder bewusst geworden ist, dass sie ein verwöhnter Teenager ist, der nie für etwas hart arbeiten musste. Sam selber gab zu:

"It's nice that everything's easy for us. It's a good feeling knowing you can basically do whatever you want and there won't be any consequences."

Das ist Sams Realität als diese Geschichte beginnt. Aber dann findet Sam heraus, dass Juliet Sykes, das Mädchen, zu dem Sam und ihre Freunde unsagbar gemein waren über den Verlauf der Jahre, sich umgebracht hat, spät in der Nacht bzw. sehr bald am Morgen des 13. Februars. Durch dieses schreckliche Ereignis wird Sam gezwungen ihre und die Taten ihrer Freunde einmal kritisch zu hinterfragen. Sie betrachtet alles, was sie hatte und lernt es zu schätzen, jetzt wo es zu spät ist. Sie sieht ihre Familie in ganz neuem Licht und realisiert wie sehr sie sie eigentlich liebt. Besonders ihre kleine siebenjährige Schwester Izzie, die stolz darauf ist, wer sie ist. Sam merkt, dass sie ihre kleine Schwester bewundert, diese akzeptiert und mag all die Dinge, die sie von ihren Klassenkameraden unterscheiden.

Danach werden Sams Gedanken und Ideen wunderschön. Ich habe mehrmals einige Passagen öfter gelesen, weil sie mir so gut gefallen haben. An diesem Punkt fing ich auch an, das Buch zu lieben.

"Maybe you can afford to wait. Maybe for you there's a tomorrow. Maybe for you there's one thousand tomorrows, or three thousand, or ten, so much time you can bathe in it, roll around in it, let it slide like coins through your fingers. So much time you can waste it. But for some of us there's only today. And the truth is, you never really know."

Und nein, Sam erkennt trotzdem nicht sofort, was sie jetzt tun muss, sie kämpft noch immer, aber das Wichtigste ist, dass sie es nun ernsthaft versucht. Sie lernt aus ihren Fehlern, macht Korrekturen ihrer Taten. Sam merkt, dass sie entgegen ihrer Meinung, dass sie nicht „repariert“ werden kann, dass es möglich ist, sich zu verändern und dass es nie zu spät ist dafür.

Und ich muss einfach sagen, dass ich das Ende dieses Buches wirklich über alles liebe. Ich weiß, dass einige das Buch aufgrund des Endes nicht gemocht haben, aber ich verstehe nicht wirklich warum. Ich denke noch immer sehr intensiv darüber nach und schätze alle Dinge, die ich habe mehr als vorher.
 
Bewertung: 3/5 Sternen
 
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So, ich werde jetzt wieder bei "Ich hatte vergessen, dass ich verwundbar bin" weiterlesen. Ich wünsche euch noch allen einen schönen Abend.
Liebe Grüße Lisi
29.12.10 22:30
 


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