Something pure to burn the darkness background
Im Schatten der Wellen - Brigitte Giraud


 
Auf den ersten Blick scheint die Familie in Brigitte Girauds Roman „Im Schatten der Wellen“ eine ganz gewöhnliche Familie zu sein: Linda, ihr namenloser Partner und drei Kinder. Doch dies stimmt nicht, da dies der erste gemeinsame Urlaub zu fünft ist und zugleich ein Härtetest für die noch junge Beziehung. Lindas Ehe hat nicht gehalten, ihr Mann hat sie eines Tages einfach verlassen, Lindas Partner hat seine Frau durch eine Krankheit verloren und nun verbringen sie die Sommerferien gemeinsam mit den Kindern am Meer.

Linda vergleicht sich ständig mit der verstorbenen Frau ihres Partners, die wie eine Mauer zwischen ihr und ihrem Freund steht. Sie wäre gerne eine gute Mutter für den Sohn ihres Partners, den 14-jährigen Vincent, doch obwohl sich ihre Töchter gut mit dem launischen Teenager verstehen, schafft sie es nicht eine Beziehung zu ihm aufzubauen.

Der Roman wird in Briefform an ihren Lebensgefährten erzählt. Leider besteht der Brief jedoch hauptsächlich aus Vorwürfen, die von Linda an ihren Partner gerichtet sind. ("Dass du es wagtest, mich mit einer so plumpen Lüge besänftigen zu wollen, hat mich verletzt".) Zum Ende hin wird der Leser mit so vielen negativen Gefühlen überschwemmt, ich fand die Lektüre regelrecht deprimierend.

Man merkt, dass die Beziehung der beiden nicht wirklich eine Zukunft hat, da sie einfach mit gewissen Eigenheiten, wie seinem Eigenbrötlertum, dem Drang alleine zu sein und vor allem seiner Gleichgültigkeit gegenüber den Kindern einfach nicht zurechtkommt.
Das Ende hätte ich niemals kommen gesehen und konnte es auch nicht wirklich nachvollziehen. Ich bin nur sehr froh, dass ich mir dieses Buch aus der Bücherei geliehen habe, weil es meiner Ansicht nach sein Geld echt nicht wert gewesen wäre. Leider kann ich nur 1 Stern vergeben und das kommt bei mir sehr selten vor.
10.9.10 19:07


Branded by Fire - Nalini Singh

 
 
Nalini Singhs Buch „Branded by Fire“ beginnt damit, dass Mercy, ein top Sentinel im DarkRiver Leoparden Pack eine verbotene Beziehung mit Riley anfängt, er ist der zweite alpha von den SnowDancer Wolfspack. Mercy ist eine dominante Alphafrau in ihrem Pack, was sie fürchten lässt, dass sie niemals einen Partner finden wird, da sie jemanden benötigt der mehr dominant ist als sie selber und sie glaubt nicht, dass sie sich einem Partner unterwerfen könnte, was aber notwendig ist, damit der Bund geschlossen werden kann. Riley ist ein sturer, beschützender, regelfolgender Mann, der sich von Mercys feuriger Personalität sehr angezogen fühlt. Er wuchs auf während er seine jüngeren Geschwister erzog und ist nun der Lieutenant mit dem höchsten Rang im SnowDancer Pack, deshalb kann er sich nicht vorstellen eine Partnerin wie Mercy zu haben, die darauf besteht auf sich selbst aufzupassen.

Mercy und Riley werden öfter zusammengeführt um gemeinsam zu arbeiten, da sie beide ihr Pack repräsentieren, vor allem jetzt, da Angriffe auf Menschen, Gestaltwander und Mediale immer mehr ansteigen. Die sexuelle Anziehung zwischen den beiden führt zu einer verbotenen Affaire. Mercy weiß, dass Riley ein dominanter Wolf ist, der versuchen wird ihr Leben umzukrempeln, was einen Teil von ihr umbringen wird. Riley ist der Ansicht, dass er die, die er liebt unbedingt beschützen muss, besonders nachdem er seine Schwester Brenna nicht vor einem Angriff eines verrückten Medialen schützen konnte. Mercy und Riley beginnen etwas für einander zu empfinden, aber sie haben beide Angst vor den Consequenzen. Beide widmen ihr Leben ihrem Packs und Katzen und Wölfe kommen fast nie miteinander aus. Können sie beide ein Mating überleben und haben sie überhaupt eine andere Chance als es auszuprobieren, da ihre Gefühle füreinander so stark sind?

Ich muss sagen, ich liebe diese Geschichte, Mercy und Riley sind ein wunderbares Paar in meinen Augen. Ich fand besonders die Entwicklung der beiden sehr interessant, es dauert zwar ein bisschen, bis sie sich über ihre Gefühle klar werden, aber genau das macht die Geschichte so schön. Ich kann dieses Buch für alle Nalini Singh Fans empfehlen und für die, die es nicht auf Englisch lesen wollen, der deutsche Band müsste auch irgendwann mal rauskommen, das Warten lohnt sich auf alle Fälle.
10.9.10 19:15


Im Kühlfach nebenan - Jutta Profijt

 
 
In Jutta Profijts Buch „Im Kühlfach nebenan“ treffen wir erneut auf den Geist Pascha, dessen Seele noch immer auf der Erde herumhängt, obwohl er eigentlich schon begraben ist und mittlerweile den Weg in den Himmel oder die Hölle gefunden haben sollte. Pascha bekommt Gesellschaft von Marlene, einer Ordenschwester, die bei einem ungeklärten Klosterbrand ihren Tod gefunden hat und noch nicht in den Himmel aufgestiegen ist. Gemeinsam mit Dr. Martin Gänsewein und dessen Freundin Birgit stürzen sich die beiden Geister in die Ermittlung und versuchen in Erfahrung zu bringen wer den Brand gelegt hat, der 2 Opfer forderte.

Pascha ist wieder da und diesmal bekommt er Unterstützung von Marlene bei den Ermittlungen. Bei der Aufklärung des Falles ist er auch diesmal wieder auf Hilfe von irdischer Seite angewiesen, in diesem Fall von Martin und Birgit. Doch Martin hat ganz andere Sachen im Kopf, er will erstens seine Zeit viel lieber mit Birgit verbringen und zweitens halten ihn die Kollegen ohnehin schon für komplett durchgeknallt. Doch Pascha ist auch diesmal wieder sehr hartnäckig und so stürzen sie sich erneut in die Ermittlungen…
Dieses Buch ist eine gelungene Fortsetzung von „Kühlfach 4“. Besonders gut gefallen hat mir der Wandel den Pascha vollzieht, Marlene bringt ihn dazu seine Lebensweise zu überdenken. Er ist nicht mehr so aufmüpfig wie zu Beginn, kann schon zugeben, dass er nicht immer im Recht ist und gestattet Martin auch ein bisschen mehr Privatsphäre.

Mir hat auch gut das Ansprechen von aktuellen Themen gefallen, wie die Prostitution und die EU-Subventionen, besonders aber die Auseinandersetzung mit dem Glauben und den Pennern auf den Straßen. Die Autorin hat diese Verknüpfungen sehr gut gemeistert.
Marlene und Pascha wachsen einem richtig ans Herz und ich muss persönlich sagen, dass ich sehr traurig war, als dieses Buch aus war. Ich freue mich sehr auf den dritten Teil, da er sicher wieder interessant und lustig wird.
11.9.10 10:49


Blaze of Memory - Nalini Singh


 
„Blaze of Memory“ von Nalini Singh erzählt die Geschichte von Devraj Santos, der Direktor von Shine ist und von Katya, eine geschädigte Mediale mit Gedächtnisverlust. Ekaterina alias Katya wird vor dem Hauptquartier von Shine bewusstlos und ausgehungert abgeladen. Sie erinnert sich nicht mehr wer sie ist oder was ihr passiert ist, abgesehen von den Alpträumen, an die sie sich nach dem Aufwachen nicht erinnern kann. Dev weiß, dass sie vermutlich ein Trojanisches Pferd ist, geschickt von den Medialen um Shine zu infiltrieren. Shine ist die Front der Vergessenen, welche Nachfahren der Medialen sind, die aus dem Medialennetz ausgebrochen sind, als Silence eingeführt wurde. Dev widmet sein Leben dem Schutz der Kinder der Shine, da die Medialen all die Kinder wollen, die Anzeichen von Gaben zeigen, die in der Medialen Bevölkerung am Aussterben sind. Dev ist ein harter Mann, durch die Taten, die er tun musste um seine Leute zu beschützen. Und er wurde noch kälter durch seine Affinität zu Metall, die ihm erlaubt Maschinen zu verstehen, die aber auch in sein Blut fließt und ihn weniger menschlich und mehr kühl wie einen Medialen macht.

Katya beginnt sich an gewisse Dinge ihrer Folter zu erinnern. Sie weiß, dass Ming LeBon mit ihrem Gehirn gespielt hat, eine Vergewaltigung ihrer Gedanken vorgenommen hat und es mit seinen eigenen Anweisungen ersetzt hat. Sie fürchtet sich, dass sie eine Verräterin werden könnte, da Ming sie jederzeit beeinflussen kann.

Katya fühlt sich von Dev angezogen gleich als sie ihn das erste Mal sieht. Sie weiß, dass er ein harter Mann ist, der Shines Interessen um jeden Preis schützen will, aber sie ist trotzdem fasziniert von ihm, was sie überrascht, da sie niemals Gefühle empfunden hat, bevor Ming ihre Kondition zerstört hat. Man findet relativ schnell heraus, was Ming in ihr Gehirn gepflanzt hat und man fragt sich die ganze Zeit wann Katya den Impulsen von Ming nicht mehr widerstehen kann…

Dev behält Katya nahe bei sich, um herauszufinden, ob sie Shine schaden will. Er weiß, dass sie ihn vermutlich schaden wird, aber er möchte sie beschützen nach dem Missbrauch, den sie erlitten hat. Er nimmt sie mit in sein Haus, um sie von jeden anderen Menschen zu schützen, während sie versucht ihre Erinnerungen wiederzufinden. Er beginnt etwas für sie zu empfinden, und auch Katya gewinnt ihn lieb, aber die Zeit läuft ihnen davon, weil Ming einen Zeitpunkt für die Erledigung des Auftrags in Katyas Programmierung eingebunden hat, der den Tod für beide bedeuten könnte…

Diese Story beginnt etwas anders, da man zuerst mehr über Dev erfährt und die Medialen und die Gestaltwander erst später auftreten, aber ich mochte sie trotzdem sehr gerne. Man kann dieses Buch nicht wirklich aus der Hand legen und ist beeindruckt von Katyas Kraft und Willen. Es ist eine sehr emotionale Geschichte und besonders die Briefe von Devs Urgroßmutter und den Beginn der Konditionierung der Medialen fand ich sehr interessant. Wirklich ein gutes Buch, ich kann nur sagen, lesen, lesen, lesen…
11.9.10 10:53


Fame Junkies - Morton Rhue

 
 
In Morton Rhues „Fame Junkies“ geht es um Jamie, die mit fünfzehn Jahren schon beinahe eine Berühmtheit ist, obwohl sie weder schauspielern noch singen kann. Ganz im Gegenteil, Jamie steht auf der anderen Seite, sie ist eine Paparazza, oder eher eine Starfotografin, wie sie sich selbst bezeichnet. Ihr erstes Bild, dass wirklich erfolgreich war, schoss sie bereits mit vierzehn Jahren, als sie durch Zufall in einem Cafe mit ihrer Kamera vor Ort gewesen war, als einer Prominenten gegenüber ihrem kleinem Sohn die Hand ausgerutscht ist. Seit diesem Tag versucht Jamie noch mehrere solche Coups zu landen, was sich als nicht so leicht herausstellt, wenn man noch zur Schule geht und so gegen die eigene Mutter kämpfen muss, die es nicht okay findet für ein Photo die Schule zu schwänzen und der Ansicht ist, dass die Karriere ihrer Tochter sowieso nicht so wichtig ist wie der Schulbesuch und eine spätere Universitätsausbildung.

Die einzigen Personen, die sie von Anfang unterstützt ist ihr bester Freund Avy, der Schauspieler werden will und Jamies Freund Nasim, auch wenn er ihren Traum nicht wirklich versteht. Gerade als Jamies Karriere im Sand zu verlaufen droht, zieht ihre Agentin Clara einen vielversprechenden Auftrag an Land. Sie soll eine Woche lang das Leben der Sängerin und Schauspielerin Willow Twine dokumentieren und mit ihren Bildern verschönern. Nach einem Kampf mit ihrer Mutter befindet sie sich auf den Weg nach Los Angeles und scheint in Willow eine Freundin zu gewinnen, bis auf Jamies Kamera plötzlich brisante Photos auftauchen, die Willow Twines Karriere vollkommen zerstören könnten. Jamie muss nun die schwere Entscheidung treffen, ob sie die Fotos veröffentlichen und eine Menge Geld verdienen soll oder ob sie die Bilder einfach von der Kamera löschen soll. Und dann hat sie auch noch die Sorgen um ihren Freund Avy, der sich vollkommen zerstört, da er meint sich damit eine Rolle in einer guten Fernsehserie sichern zu können…

„Fame Junkies“ beschäftigt sich vor allem mit Berühmtheit: wie ist es berühmt zu sein, wer ist berühmt, wie lebt man damit, welche Probleme erwachsen daraus und was tut man, wenn man plötzlich abstürzt? Diese Geschichte wird einmal aus einem anderen Blickwinkel geschildert, nämlich nicht aus der Sicht des Stars sondern von der Sicht einer fünfzehnjährigen Starfotografin.

Das Buch ist aus verschiedenen Sichtweisen geschrieben, sodass man auch die Meinungen von Avy und kurze Meldungen von einem Detective und die Briefe eines Stalkers zum Lesen bekommt. Meiner Meinung nach sollte man dieses Buch unbedingt lesen, auch wenn man den Autor vorher nicht gekannt hat, da er diese Geschichte wirklich gut rüberbringt, ich habe es innerhalb von 4,5 Stunden verschlungen.
11.9.10 10:55


Bonds of Justice - Nalini Singh

 

In Nalini Singhs achtem Buch der „Psy/Changeling Serie“ welches „Bonds of Justice“ heißt, treffen wir erneut auf den Cop Max, der bereits in Tally’s und Clays Buch „Mine to Possess“ seinen ersten Auftritt hatte. Ich habe Max in diesem Buch richtig liebgewonnen, obwohl er mir in „Mine to Possess“ eher weniger aufgefallen ist, vermutlich da er nur eine Nebenfigur war und meine Aufmerksamkeit sich eher auf die anderen Charaktere gerichtet hat. Ich finde Max ist eine sehr sympathische Person und spätestens nach dem ersten Auftritt seiner Katze Morpheus hatte er mein Herz endgültig gewonnen.


Max und Sophie geben ein sehr gutes Paar ab, die Beziehung zwischen den beiden entwickelt sich langsam aus einer gegenseitigen Faszination, welche die Entwicklung glaubhaft und logisch erscheinen lässt. Sophie ist nicht eine typische weibliche Romanheldin, sie ist eine Justice-Psy, trägt Narben in Gesicht und Körper und entspricht damit nicht dem üblichen Schönheitsideal. Allerdings verfügt sie über eine innere Stärke, die sie alles überleben ließ, was ihr in der Vergangenheit zugestoßen ist und ihre innere Schönheit überstrahlt ihre Narben. Justice-Pys leben nie besonders lange, und Sophie steht bereits auf der Rehabilitationsbeobachtungsliste und wird wohl einem frühen Tod nicht entrinnen können.


Zusammen mit Max arbeitet sie an einem Mordfall, als sie plötzlich den Auftrag erhalten für die Ratsherrin Nikita zu arbeiten, da sie und ihr Imperium sabotiert werden, Sophie und Max sollen den Täter aufspüren und unschädlich machen.


Man lernt in diesem Buch vor allem Nikita besser kennen, teilweise lässt sie mütterliche Gefühle für Sascha durchschimmern, allerdings wird dieses Gefühl von ihren nachfolgenden Handlungen komplett ausgelöscht, sodass man sicher verwirrt fragt, ob man nicht nur geträumt hat. Man versucht teilweise noch stundenlang später zu erahnen, wie Nikita wirklich ist und ob sie nicht auch mit Silence gebrochen hat, ohne dass der Leser etwas davon ahnt.
Gleichzeitig mit Nikita erfahren wir diesmal auch mehr vom Council, vor allem von Kaleb, den wir ein Stücken besser kennenlernen und auch einige Überraschungen passieren, mit denen man nicht rechnen konnte, es wird jedoch nicht endgültig aufgelöst, ob er ein guter oder schlechter Psy ist.


Natürlich kommen auch diesmal die Dark River Leoparden nicht zu kurz, wo vor allem Lucas und Sascha und Clay im Mittelpunkt stehen. Etwas traurig fand ich, dass die Snow Dancer Wölfe nicht vorkamen, aber ich denke, dass dies in Indigos Buch, welches ja bereits im November 2010 auf den Markt kommen wird, gelöst wird. Besonders außergewöhnlich finde ich es in diesem Buch, dass dieses Mal eine Psy tatsächlich im Psy-Netz verbleibt, obwohl sie mit Silence gebrochen hat, da ihre Schilde so undurchdringbar sind, dass dies für sie keine Gefahr darstellt.

15.9.10 20:37


Ich bin dann mal offline - Christoph Koch

 

„Ich bin dann mal offline“ von Christoph Koch ist mir eher zufällig in die Hände gefallen, dank einer netten Buchhändlerin bei Thalia, die mir ein anderes Buch herausgesucht hat, als ich ursprünglich haben wollte. Ich bin aber dankbar dafür, da dieses Buch sehr aufschlussreich war und mich beim Lesen wirklich zum Nachdenken und zum Hinterfragen meines Umgangs mit den Medien und vor allem dem Internet und Handy gebracht hat.


Christoph Koch, ein Journalist, der lange Jahre für ein Online-Magazin gearbeitet hat und in vielen Printmedien über das Onlineverhalten berichtet hat, einen interessanten Selbstversuch unternommen. Er hat beschlossen 40 Tage lang ohne Internet und Handy zu leben und zu arbeiten, die Idee kam ihm dadurch, als er nach einem Umzug für einige Tage keinen Internetzugang hatte und er spürte, dass ihn dass auf einen Entzug setzte, wie einen Alkoholiker von seinem Stoff, beschloss er sich mal ganz bewusst für einige Wochen von allem abzumelden und dann über seine Erfahrungen zu berichten. Ohne Internet, ohne Handy, ohne SMS und natürlich auch ohne E-Mail wollte er leben, offline sein. Die Idee kam ihm durch eine scherzhafte Bemerkung seiner Freundin, die meinte, er könne es länger ohne sie als ohne Internetzugang aushalten.


Die Dokumentation seines Selbstversuches liest sich sehr spannend, vor allem die Reaktionen seines Umfeldes und seiner Kollegen fand ich äußerst interessant. Der Leser hält nicht nur ein sehr ehrliches Tagebuch über den Selbstversuch in der Hand, sondern auch ein Buch über die Welt im Netz allgemein, mit vielen interessanten Details und Aussagen mehrerer Soziologen sowie berühmten Menschen im Internet wie Mark Zuckerberg oder Sascha Lobo, der allgemein als Internetguru bezeichnet wird, da er niemals offline ist und sogar seinen Aufenthaltsort ständig online bekannt gibt.


Am hilfreichsten ist für mich der Ratgeber für alle Netzjunkies, der ihnen helfen kann, zu erkennen, wie süchtig sie sind und Ratschläge und Tipps gibt, bewusst mit dem Internet umzugehen, welches ja ihr Leben erleichtern und bereichern soll und sich nicht total davon bestimmen zu lassen.

15.9.10 20:39


Das Tal: Das Spiel - Krystyna Kuhn

 

In Krystyna Kuhns ersten Band der Talserie, „Das Spiel“ geht es vor allem um zwei Jugendliche, Julia und Robert Frost, die eine Woche nach Schulbeginn nach einer langen Reise endlich am Grace College an, ihrer neuen Schule, die mitten im Nirgendwo in den kanadischen Bergen liegt und gar nicht so leicht zu erreichen ist. Beide finden relativ schnell neue Freunde unter ihren Schulkollegen und erhalten schließlich sogar eine Einladung zu einer Welcome-Party, die streng geheim ist. Während diese Party stattfindet, sieht Robert, wie ein Mädchen mit blauen Haaren und einem grünen Badeanzug von einem Felsen in den See springt, dessen Tiefe nicht genau bekannt ist und nicht wieder auftaucht. Das interessante dabei ist, dass am nächsten Tag wirklich eine Schülerin vermisst wird, jedoch weder Roberts Klassenkameraden noch der Dean seiner Behauptung Glauben schenken. Mit der Zeit werden immer mehr Geheimnisse enthüllt und man fragt sich wem der Personen man überhaupt noch Glauben schenken soll. Warum schreckt Robert immer wieder aus Alpträumen hoch? Und welche mysteriösen Dinge werden noch passieren?


Die Autorin stellt gleich zu Beginn Julia und Robert vor, das ist normal, doch schon im Laufe des ersten Kapitels tauchen einige Fragen auf, die mich als Leser gleich zum Weiterlesen animieren sollten. Komischerweise war dies jedoch nicht der Fall, ich habe dieses Buch nach einiger Zeit einfach zur Seite gelegt und zwischendurch 3 andere Bücher begonnen und beendet, bevor ich wieder Lust darauf hatte hier weiterzulesen.


Nachdem ich jedoch heute das Buch erneut zur Hand genommen habe, wurde ich gefangen genommen und konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen, die Spannung hatte mich eindeutig gepackt. Die Autorin baut sehr geschickt Spannung auf und man wird mit Julia sehr geschickt auf eine falsche Fährte gelockt. Das Buch ist sehr flüssig zu lesen, ich habe gar nicht gemerkt, wie die Zeit verflogen ist.


Während der Geschichte wird man hauptsächlich von Julia begleitet, jedoch kann man in einigen Kapiteln auch die Sichtweise und Gedanken von Robert erfahren. Dadurch wird die Geschichte abwechslungsreich und die Handlung wird besser beleuchtet, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Man kommt auch nicht durcheinander, da die verschieden Sichtweisen klar voneinander abgegrenzt sind. Die Vorgeschichte der Frostgeschwister ist sehr komplex, spielt eine große Rolle im Internatsleben und als Leser brennt man darauf, zu erfahren, was damals genau passiert ist.
Der Freundeskreis von Julia und Robert besteht aus insgesamt 8 Personen, man lernt die Eigenarten und Macken jeder einzelnen Person kennen, und während ich am Anfang der Geschichte noch meine Probleme mit der Zuordnung hatte, ist dies mittlerweile absolut kein Problem mehr. Ich denke, jeder findet einen Charakter, mit dem er sich zumindest ein bisschen identifizieren kann.


Das einzige, was ich negativ anmerken muss, ist dass sich die Liebesgeschichte zwischen Julia und einem ihrer Klassenkameraden für mich ein bisschen zu schnell und auch etwas unwirklich entwickelt, aber in großem und ganzen hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich freue mich sehr, dass ich nun gleich beim zweiten Band weiterlesen kann.

15.9.10 20:41


Das Tal: Die Katastrophe - Krystyna Kuhn

15.9.10 20:43


Generation A - Douglas Coupland


Die Welt in Dougland Couplands „Generation A“ ist in einem schlimmen Zustand, durch die Umweltverschmutzung sind bereits Bienen und viele andere Insekten und auch Pflanzen ausgestorben, die Menschen sind durch ihre ungesunde Ernährung viel dicker als früher und es herrscht ein akuter Nahrungsmittelmangel, durch das Fehlen der Bestäubung. Wer sich vor der Zukunft fürchtet oder Panikattacken in der Gegenwart erleidet, nimmt Solon ein, dass die Zeit beschleunigt oder verlangsamt und welches vor allem die Sorgen abstellt. Solon befreit von emotionalen Bindungen und der Mensch empfindet einen inneren Frieden, leben in der Vergangenheit, die sie sich auf YouTube Videos ansehen.


Plötzlich werden in dieser Welt fast zeitgleich fünf verschiedene Menschen an den verschiedensten Orten von einer Biene gestochen, da die Welt im Internet global vernetzt ist, erfährt die Welt schneller von den Bienenstichen als den gestochenen Menschen lieb sein kann. So werden Zack, Samantha, Diana, Harj und Julien von der Pharmaindustrie aufgegriffen und zu Versuchszwecken in Labors gebracht und in robotergesteuerte Einzelzellen gesteckt. Dort werden sie durchleuchtet und untersucht, um Gemeinsamkeiten aufzudecken, angeblich um die Bienen wieder zurückzubringen. Mit der Zeit verdichtet sich der Verdacht, dass das Verschwinden der Bienen mit dem Medikament Solon in Zusammenhang steht. Die Gestochenen werden mittlerweile übers Internet gefeiert wie Popstars. Nach Abschließung der Untersuchungen werden die Fünf auf eine einsame kanadische Insel gebracht, wo sie sich auf Aufforderung von Serge, einem Wissenschaftler eine Geschichte nach der anderen erzählen.


Douglas Coupland hat eine Geschichte geschrieben, die erschreckt und den Leser gleichermaßen aufrüttelt. In Generation A steht der Mensch im Vordergrund, es wird das Verhalten der Jugend aufgezeigt, die teilweise mehr im Internet als in der realen Welt leben, die sich ihre Freunde online suchen und oft ihre Umwelt vernachlässigen. Mich hat diese Geschichte aufgerüttelt und obwohl ich teilweise dagesessen bin und echt nicht wusste, was der Autor vorhat und wo er den Leser hingeleitet, hat mir dieses Buch gut gefallen und ich bin froh, dass ich es gelesen habe. Es ist ein Buch über die Magie der Geschichten und die Möglichkeiten, die ein Mensch hat, wenn er selber denkt und sich auf seine Meinungen verlässt.

20.9.10 10:50


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